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Lenkung / Fahrwerk - Wissenswertes zur Technik, Verschleiß und Reparatur

Lenkung und Fahrwerk sind direkt miteinander verbunden, jedoch nur an den Vorderrädern, wo die Lenkbewegung tatsächlich stattfindet. Ohne die Lenkung könnten Fahrzeuge nur geradeaus fahren. Erst durch die Veränderung des Winkels der Vorderräder wird es um die Kurve "getrieben". Die wichtigsten Elemente für die Kombination Lenkung / Fahrwerk sind die Lenksäule, die direkt mit dem Lenkrad verbunden ist, das Lenkgetriebe, das mit Hilfe der Spurstangen die Drehbewegung überträgt und an dessen Ende die Radträger folgen, die schließlich mit dem eigentlichen Rad verbunden sind. Das Axialgelenk hilft dabei, die auftretenden Kräfte zu zentrieren und mit Hilfe des Kugelkopfs die Belastung auf die Spurstange zu minimieren. Das wichtigste Fahrassistenzsystem für Lenkung / Fahrwerk ist selbstverständlich die Servolenkung. Durch mit Öldruck funktionierende Zylinder oder mit Hilfe von Elektromotoren werden abhängig von der Geschwindigkeit die Lenkbewegungen mehr oder weniger verstärkt. So ist einerseits ein geringerer Kraftaufwand bei der Lenkung notwendig, andererseits kann das Fahrzeug auch bei hohen Geschwindigkeiten präzise gesteuert werden.

Häufige Fehler und Ursachen

    - Lenksäule ausgeschlagen: Am Ende der Lenksäule findet man bei den meisten Fahrzeugen ein Ritzel, dessen Zähne in einer Zahnstange enden, welche für die Übertragung der Lenkbewegungen verantwortlich ist. Ist die Lenksäule minimal krumm oder sind die Zähne des Ritzels ausgeschlagen, macht sich dies durch ein Knacken in der Lenkung bemerkbar, dort wo die Zähne bei der Lenkbewegung zusammenschlagen anstatt sanft ineinander zu gleiten. Manchmal ist eine Reparatur möglich, häufig muss aber die komplette Lenksäule gewechselt werden, um auf lange Sicht eine sichere Lenkung zu gewährleisten. - Spiel in der Lenkung: Schlägt man das Lenkrad ein, sollten die Räder beinahe sofort darauf reagieren. Ist dies nicht der Fall, spricht man vom sogenannten "Spiel in der Lenkung". Es gibt also eine Totzone, wo zwar das Lenkrad eingeschlagen ist, die Räder aber noch geradeaus zeigen. Dafür gibt es zwei hauptsächliche Ursachen. Entweder ist der Spurstangenkopf und die darauf sitzende Gummimanschette ausgeschlagen oder eine der Spurstangen selbst wurde in Mitleidenschaft gezogen. Leider ist eine Differenzierung nur in der Werkstatt möglich, ein Wechsel der Teile allerdings unabdingbar, weil bereits nach kurzer Zeit präzise Lenkmanöver unmöglich werden und man so sich selbst und andere gefährdet. - Defekte Servolenkung: Früher hatte man häufig ein leichtes Pfeiffen in der Servolenkung, dass vor allem beim "Kurbeln" im Stand auftauchte, wenn diese ordentlich arbeiten musste. Heute ist ein solches Geräusch, möglicherweise begleitet von weiteren Symptomen wie einer leichten Schwergängigkeit oder einer Öllache unter dem Auto, ein untrüglicher Hinweis für eine defekte Servolenkung. Bei der mit Hydrauliköl funktionierenden Variante sind es vor allem Undichtigkeiten, die ein häufiges Problem sind. Bei der elektrischen Variante können die Elektromotoren verschleißen und müssen ausgetauscht werden. Letzterer ist allerdings relativ unkompliziert.

Lenkprüfung beim TÜV
Etwa zwei Fingerbreit oder 10°. So viel beträgt der bei der TÜV-Prüfung zulässige Lenkspiel. Bei allem darüber wird die begehrte Plakette verwehrt. Und das hat gute Gründe, denn die Lenkung / Fahrwerk gehören zu den sicherheitsrelevanten Teilen, deren Funktion auch in Grenzsituationen sichergestellt werden muss. Wer vor dem Prüfungstermin auf Nummer sicher gehen möchte, macht den Selbsttest. Auf dem Parkplatz die Tür öffnen, das Lenkrad um etwa 10° einschlagen und die Reifen beobachten. Bewegen sich die, ist alles in Ordnung. Bleiben sie aber stehen, ist das Lenkspiel zu hoch.

Hinweise und Tipps zur Lebensdauer
Bei keinem der im Zusammenhang mit der Lenkung stehenden Elemente handelt es sich um klassische Verschleißteile mit regelmäßigen Wechselintervallen. Ganz im Gegenteil: Lenksäule und Spurstange können durchaus ein ganzes Autoleben durchhalten. Etwas anders sieht dies bei den Spurstangenköpfen und der Servolenkung aus. Hier kann schnell mal ein Defekt auftauchen, der im Regelfall aber auch relativ unkompliziert behoben werden kann. Zusätzlich ist es möglich, die Lebensdauer durch sein Fahrverhalten positiv zu beeinflussen:

    Wer bei Parkmanövern häufig im Stand am Lenkrad kurbelt, erhöht die Belastung für die Servolenkung und reduziert die Lebensdauer. Wer nicht das Talent hat, die Parklücke problemlos einschätzen zu können, sollte das Auto zumindest langsam rollen lassen. So ist der Rollwiderstand bereits überwunden und die Belastung wird stark reduziert.

Wer meint mit Geradeausfahrten seine Lenkung schonen zu können, liegt falsch, denn erst durch die Benutzung können sich Öl und Schmierstoffe ordentlich verteilen. Auch die Temperatur spielt hierbei eine Rolle, denn erst beim Erreichen einer bestimmten Temperatur wird die gewünschte Viskosität erreicht. Zwar stimmt es, dass die mechanische Belastung bei wilden Kurvenfahrten höher ist, ab und zu mit gemäßigter Geschwindigkeit eine malerische Serpentinenstraße entlang zu fahren, wird die Lebensdauer aber eher verlängern als verkürzen.

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