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Bremsen - Wissenswertes zur Technik, Verschleiß und Reparatur

Die Bremsen sind bezogen auf die Sicherheit wohl eines der wichtigsten Systeme im gesamten Fahrzeug, denn ihre Aufgabe besteht darin, es bei jeder Geschwindigkeit zum Stehen zu bringen oder diese zu verringern. Eine regelmäßige Wartung und Überprüfung der Bremsen ist unabdingbar, denn Defekte können zu katastrophalen Unfällen mit Personenschäden führen. Wer das auf die leichte Schulter nimmt, bringt nicht nur sich selbst, sondern auch seine Mitmenschen in Gefahr. Heutige Bremssysteme können in vier Elemente eingeteilt werden: Die Betätigungseinrichtung, also Pedale und Handbremshebel, die Übertragungseinrichtung, beispielsweise Bremsleitungen, Bremskraftverstärker, Druckspeicher, Seilzüge und Hydraulikzylinder sowie die Bremsanlage, hauptsächlich bestehend aus dem Bremssattel oder der Bremszange inklusive der Beläge, dem Bremszylinder und der Bremsscheibe oder bei der Trommelbremse der Trommel und den Bremsbacken. Sie können unterstützt werden von elektronischen Fahrsicherheitssystemen und bei modernen Fahrzeugen überwacht der Bordcomputer ihre Funktion.

Häufige Fehler und Ursachen

Ein Totalausfall der Bremsen ist glücklicherweise relativ selten. Trotzdem können aufgrund der hohen Belastung, den Temperaturen und dem Verschleiß immer wieder Elemente ausfallen, die dann schnellstens repariert werden sollten. Am häufigsten sind das:

    - Der Bremskraftverstärker: Ein Defekt des Bremskraftverstärkers macht sich ziemlich eindeutig bemerkbar. Man benötigt wesentlich mehr Kraft, um die Bremse zu betätigen. Häufig ist das auch dann der Fall, wenn der Motor abgestellt ist. Ein zusätzlicher Hinweis kann ein leises Zischen sein, dass aber meist nur beim genauen Hinhören wahrgenommen wird. Der größte Feind für den Bremskraftverstärker und das hydraulische System ist die Witterung und das Alter. Nicht selten sind Rost, Abrieb und andere Verschmutzungen ursächlich für einen Defekt. - Der Bremssattel: Der Bremssattel drückt mit Hilfe eines Zylinders den Bremsbelag an die Bremsscheibe. Zwar werden die empfindlichen Teile so gut wie möglich vom Straßenschmutz und dem feinen Metallstaub abgeschirmt, durch die Alterung von Gummi und Silikon ist aber ein Eindringen von Feuchtigkeit nicht ganz ausgeschlossen. Das Ergebnis ist dann ein fest sitzender Bremssattel, der in den meisten Fällen einen dauerhaften Bremsvorgang auslöst. - Die Bremsbeläge: Ein ganz typisches Verschleißteil sind die Bremsbeläge. Sie müssen entweder nach der vom Hersteller angegebenen Laufleistung oder beim auftreten der typischen Anzeichen wie Schleifgeräusche, Verlust von Bremsflüssigkeit, längere Bremswege oder ein flatterndes Bremspedal gewechselt werden. Die Ersatzbeläge sollten zum Auto und zum Fahrstil passen. Wer konservativ und vorsichtig fährt, kann sich für Beläge mit höherer Lebensdauer entscheiden, wer lieber schnell fährt braucht mehr Leistung, muss aber auf Langlebigkeit verzichten. - Die Bremsscheiben: Verschlissene Bremsscheiben können viele Symptome hervorrufen. Ein Quitschen beim Bremsvorgang, eine insgesamt schlechtere Bremsleistung und ein flatterndes Bremspedal sind nur einige davon. Am effektivsten ist deswegen die optische Überprüfung. Sieht die Scheibe an den Rändern verdünnt aus und zeigt vielleicht sogar Riefen oder Rillen sollte möglichst zeitnah ein Wechsel durchgeführt werden. Um einem "Verziehen" beim Bremsen vorzubeugen, sollten übrigens immer die Bremsscheiben auf beiden Seiten ausgewechselt werden. - Die Trommelbremse: Auch die Hand- bzw. Trommelbremse kann von Defekten betroffen sein. Ganz typisch ist beispielsweise ein Verschleiß des Seilzugs, der sehr lange auf Spannung steht, sodass der Hebel viel stärker angezogen werden muss, um die gleiche Kraft zu erreichen. Wie bei der Scheibenbremse ist auch ein Festsetzen möglich. Das Fahrzeug kann dann nicht mehr beschleunigen und erreicht nur minimale Geschwindigkeiten. Achtung! Niemals gegen die Bremse "anfahren", da sonst ein Motorschaden droht.

Gesetzliche Regelungen

Innerhalb der StVO (Straßenverkehrsordnung) ist vorgeschrieben, welchen Bremsweg ein Fahrzeug aus einer bestimmten Geschwindigkeit erreichen muss, um als sicher zu gelten. Dies wird alle zwei Jahre im Rahmen der Hauptuntersuchung überprüft. Die Intervalle wurden eingeführt, weil bereits eine Verschlechterung der Bremsleistung von nur 10% zu massiven Unfällen führen kann. Wer mit einer defekten Bremse weiterfährt - selbst wenn er nur vorhat, eine Werkstatt anzufahren - verliert die "Verkehrssicherheit" seines Fahrzeugs und macht sich der Selbstgefährdung sowie der Gefährdung Dritter strafbar. Zwar gibt es keine gesetzlichen Regelungen für die Einhaltung der Prüfintervalle nach Ablauf der vom Hersteller angegebenen Lebensdauer, eingehalten werden sollten diese aber trotzdem.

Hinweise und Tipps zur Lebensdauer

Die Bremsbeläge sind dem höchsten Verschleiß ausgesetzt und müssen deshalb von allen Elementen der Bremsen am häufigsten gewechselt werden. Die letztendlich erreichbare Lebensdauer hängt von verschiedenen Faktoren ab (Nutzungsgrad, Fahrstil, Fahrzeugmodell, Material) und liegt im Normalfall zwischen ca. 20.000 Kilometern und bis zu 100.000 Kilometern. Vorgeschrieben ist eine Überprüftung im Abstand von zwei Jahren, die deutsche Verkehrswacht empfiehlt jedoch einen Check der Bremsanlage vor jedem Urlaub. Auch die Bremsscheiben sind ein typisches Verschleißteil, allerdings halten die im Normalfall deutlich länger und können durchaus 200.000 Kilometer durchhalten. Wichtig sind hier die Einhaltung der Mindestdicke und ein durchgängig gutes Oberflächenprofil. Um ihre Lebensdauer zu erreichen, sollte die Bremse zum Fahrer passen. Das heißt, wer sich gerne im Grenzbereich bewegt, sollte sich das auch Eingestehen und Bremsscheiben bzw. Bremsbeläge darauf auslegen. Selbst wenn das bedeutet, dass man etwas tiefer in die Tasche greifen muss. Anders herum kann man die Lebensdauer aber auch positiv beeinflussen, indem man unnötige Bremsmanöver vermeidet und insgesamt vorausschauend und konservativ fährt.

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